Weisheitsgeschichten

Die Insel der Gefühle

 

 

Vor langer Zeit gab es einmal eine schöne kleine Insel. Hier lebten alle Gefühle, Eigenschaften und Qualitäten der Menschen einträchtig zusammen: Der Humor und die gute Laune, der Stolz und der Reichtum, die Traurigkeit und die Einsamkeit, das Glück und die Intuition, das Wissen und all die vielen anderen Gefühle, Eigenschaften und Qualitäten, die einen Menschen eben so ausmachen. Natürlich war auch die Liebe dort zu Hause.

 

 

Eines Tages machte ganz überraschend die Nachricht die Runde, dass die Insel vom Untergang bedroht sei und schon in kurzer Zeit im Ozean versinken würde. Also machten alle ihre Schiffe seeklar, um die Insel zu verlassen. Nur die Liebe, deren Schiff gerade nicht seetauglich war, wollte bis zum letzten Augenblick warten. Sie hing sehr an der Insel.

Als das Eiland schon am Sinken war, bat die Liebe die anderen um Hilfe.

Der Reichtum schickte sich gerade an, auf einem sehr luxuriösen Schiff in See zu stechen, da fragte ihn die Liebe: „Reichtum, kannst du mich mitnehmen?“
„Nein, das geht nicht. Auf meinem Schiff habe ich sehr viel Gold, Silber und Edelsteine. Da ist kein Platz mehr für dich.“

Also fragte die Liebe den Stolz, der auf einem großen und schön gestalteten Schiff vorbeikam. „Stolz, bitte, kannst du mich mitnehmen?“
„Liebe, ich kann dich nicht mitnehmen“, antwortete der Stolz, „hier ist alles perfekt und du könntest mein schönes Schiff beschädigen.“

Als nächstes fragte die Liebe die Traurigkeit: „Traurigkeit, bitte nimm du mich mit.“
„Oh Liebe“, entgegnete die Traurigkeit, „ich bin so traurig, dass ich allein bleiben muss.“

Als die gute Laune losfuhr, war sie so zufrieden und ausgelassen, dass sie nicht einmal hörte, dass die Liebe sie rief.

Plötzlich aber rief eine Stimme: „Komm Liebe, du kannst mit mir mitfahren.“

Die Liebe war so dankbar und so glücklich, dass sie völlig vergaß, ihren Retter nach seinem Namen zu fragen.

Später fragte die Liebe das Wissen: „Wissen, kannst du mir vielleicht sagen, wer es war, der mir geholfen hat?“

„Ja sicher“, antwortete das Wissen, „das war die Zeit.“

„Die Zeit?“ fragte die Liebe erstaunt, „Warum hat mir denn ausgerechnet die Zeit geholfen?“

Und das Wissen antwortete: „Weil nur die Zeit versteht, wie wichtig die Liebe im Leben ist.“
 

Verfasser/in unbekannt


 

Wer bist Du?


Es war einmal eine Frau, die schwer erkrankt war und im Koma lag. Die Zeit verstrich, ohne dass sie wieder zu sich kam. Auf einmal erschien es ihr so, als sei sie nun tot, als befände sie sich im Himmel und stände nun vor einem Richterstuhl.

„Wer bist du?" fragte eine Stimme.

„Ich bin die Frau des Bürgermeisters" antwortete die Frau.

„Ich habe nicht gefragt, wessen Ehefrau du bist, sondern, wer du bist."

„Ich bin Mutter von vier Kindern." entgegnete die Frau.

„Ich habe dich nicht gefragt, wessen Mutter du bist, sondern wer du bist."

„Ich bin Lehrerin." gab die Frau zur Antwort und ihre Stimme schwankte etwas.

„Ich habe auch nicht nach deinem Beruf gefragt, sondern wer du bist."

„Ich bin Christin." sagte die Frau, nun schon ziemlich ratlos.

„Ich habe dich nicht nach deiner Religion gefragt, sondern wer du bist."

Und so ging es immer weiter. Alles, was die Frau erwiderte, schien keine befriedigende Antwort auf die Frage „Wer bist du?" zu sein.

Die Frau war aber keineswegs tot, sondern erwachte wenig später aus dem Koma. Zum Erstaunen aller wurde sie wieder gesund. Sie beschloss nun, der Frage „Wer bist du?" auf den Grund zu gehen und auf die Suche zu gehen, herauszufinden, wer sie wirklich war.

nach Anthony de Mello


 

Zwei reisende Engel

Zwei reisende Engel machten Halt, um die Nacht im Hause einer wohlhabenden Familie zu verbringen. Die Familie war unhöflich und verweigerte den Engeln im Gästezimmer des Haupthauses auszuruhen.
Anstelle dessen bekamen sie einen kleinen Platz im kalten Keller. Als sie sich auf dem harten Boden ausstreckten, sah der ältere Engel ein Loch in der Wand und reparierte es.

In der nächsten Nacht rasteten die beiden im Haus eines sehr armen, aber gastfreundlichen Bauern und seiner Frau. Nachdem sie das wenige Essen, das sie hatten, mit ihnen geteilt hatten, ließen sie die Engel sogar in ihrem Bett schlafen und übernachteten selber im Stall.
Bei Sonnenaufgang fanden die Engel den Bauern und seine Frau in Tränen. Ihre Kuh, deren Milch ihr einziges Einkommen gewesen war, lag tot auf dem Feld. Der jüngere Engel wurde wütend und fragte den älteren Engel, wie er das habe geschehen lassen können?

"Der erste Mann hatte alles, trotzdem halfst du ihm", meinte er anklagend. "Die zweite Familie hatte wenig, und du lässt die Kuh sterben."
"Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen", sagte der ältere Engel. "Als wir im kalten Keller des Haupthauses ruhten, bemerkte ich, dass Gold in diesem Loch in der Wand steckte. Weil der Eigentümer so von Gier besessen war und sein glückliches Schicksal nicht teilen wollte, versiegelte ich die Wand, sodass er es nicht finden konnte. Als wir dann in der letzten Nacht im Bett des Bauern schliefen, kam der Engel des Todes, um seine Frau zu holen. Ich gab ihm die Kuh anstatt dessen. Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen."

Verfasser unbekannt


 

Vergeltung

 

Sein Name war Fleming; er war ein armer schottischer Farmer. Eines Tages, während er versuchte, den Lebensunterhalt für seine Familie zu sichern, hörte er einen Hilfeschrei aus dem nahegelegenen Moor. Er ließ sein Werkzeug fallen und rannte hin.

Er fand dort einen erschreckten Junge, bis zur Taille im Moor steckte. Er schrie und mühte sich ab, sich selbst zu befreien. Farmer Fleming rettete den Burschen vor einem möglicherweise langsamen und qualvollen Tod.

Am nächsten Tag fuhr ein nobler Wagen auf die spärlichen Ländereien des Schotten. Ein elegant angezogener Edelmann stieg aus und stellte sich als der Vater des Jungen vor, den Farmer Fleming gerettet hatte.

"Ich möchte es Ihnen vergelten, dass Sie das Leben meines Sohnes gerettet haben", sagte der Edelmann.

"Nein, ich kann keine Bezahlung annehmen für das was ich tat" winkte schottische Farmer ab. In diesem Moment kam ein Junge aus der Tür der Hütte.

Der Edelmann fragte: "Ist das Ihr Sohn?" –

"Ja", antwortete der Farmer stolz.

"Ich schlage Ihnen einen Handel vor: Lassen Sie mich ihm die gleiche Ausbildung zukommen lassen wie meinem Sohn. Wenn der Junge seinem Vater ähnlich ist, wird er zweifellos zu einem Mann werden, auf den wir beide stolz sein können." Und das tat er dann auch.

Der Sohn von Farmer Fleming besuchte die besten Schulen, promovierte nach einiger Zeit an der St. Mary"s Hospital Medical School in London und wurde weltbekannt als Sir Alexander Fleming, dem Entdecker des Penicillins.

Jahre später wurde der gleiche Sohn des Edelmanns, der aus dem Moor gerettet wurde, von einer Lungenentzündung heimgesucht. Was rettete diesmal sein Leben? Penicillin.

Der Name des Edelmanns? Lord Randolph Churchill.
Der Name seines Sohnes? Sir Winston Churchill.


 

Ein Bild vom Frieden
 

Es war einmal ein König, der schrieb einen Preis im ganzen Land aus: Er lud alle Künstlerinnen und Künstler dazu ein, den Frieden zu malen und das beste Bild sollte eine hohe Belohnung bekommen.

Alle Malerinnen und Maler im Land machten sich eifrig an die Arbeit und brachten dem König ihre Bilder. Von allen Bildern, die gemalt wurden, gefielen dem König zwei am besten. Zwischen denen musste er sich nun entscheiden.

Das erste war ein perfektes Abbild eines ruhigen Sees. Im See spiegelten sich die malerischen Berge, die den See umrandeten und man konnte jede kleine Wolke im Wasser wiederfinden. Jeder, der das Bild sah, dachte sofort an den Frieden.

Das zweite Bild war ganz anders. Auch hier waren Berge zu sehen, aber diese waren zerklüftet, rau und kahl. Am düsteren grauen Himmel über den Bergen jagten sich wütende Wolkenberge und man konnte den Regen fallen sehen, den Blitz aufzucken und auch fast schon den Donner krachen hören. An einem der Berge stürzte ein tosender Wasserfall in die Tiefe, der Bäume, Geröll und kleine Tiere mit sich riss. Keiner, der dieses Bild sah, verstand, wieso es hier um Frieden gehen sollte.

Doch der König sah hinter dem Wasserfall einen winzigen Busch, der auf der zerklüfteten Felswand wuchs. In diesem kleinen Busch hatte ein Vogel sein Nest gebaut. Dort in dem wütenden Unwetter an diesem unwirtlichen Ort saß der Muttervogel auf seinem Nest – in perfektem Frieden.

Welches Bild gewann den Preis?

Der König wählte das zweite Bild und begründete das so: „Lasst Euch nicht von schönen Bildern in die Irre führen: Frieden braucht es nicht dort, wo es keine Probleme und keine Kämpfe gibt. Wirklicher Frieden bringt Hoffnung, und heißt vor allem, auch unter schwierigsten Umständen und größten Herausforderungen, ruhig und friedlich im eigenen Herzen zu bleiben."

(Verfasser unbekannt)


 

Die perfekte Frau

Eines Tages fragte ein Schüler den Schalk Nasrudin, warum er nie geheiratet habe.
"Ach," antwortete Nasrudin "ich hatte mir vorgenommen, nur dann zu heiraten, wenn ich die perfekte Frau gefunden habe. So suchte ich lange Jahre und begegnete vielen Frauen, die nett und schön und klug waren. Aber keine davon war perfekt."
Nach einer kleinen Pause fuhr er fort: "Eines Tages sah ich sie dann. Ich wusste sofort, dass sie in jeder Hinsicht perfekt war. Und als ich sie dann kennen lernte, stellte sich heraus, dass sie tatsächlich in jeder Hinsicht ein makelloses Juwel war."
"Und, warum hast du sie dann nicht geheiratet?" fragte der Schüler.
Nasrudin seufzte tief: "Das Problem war, dass sie den perfekten Mann suchte."

nach einer Geschichte in: "Der Geschichtenerzähler" von Joel ben Izzy


Die Insel der Gefühle
 

Vor langer Zeit gab es einmal eine schöne kleine Insel. Hier lebten alle Gefühle, Eigenschaften und Qualitäten der Menschen einträchtig zusammen: Der Humor und die gute Laune, der Stolz und der Reichtum, die Traurigkeit und die Einsamkeit, das Glück und die Intuition, das Wissen und all die vielen anderen Gefühle, Eigenschaften und Qualitäten, die einen Menschen eben so ausmachen. Natürlich war auch die Liebe dort zu Hause.

Eines Tages machte ganz überraschend die Nachricht die Runde, dass die Insel vom Untergang bedroht sei und schon in kurzer Zeit im Ozean versinken würde. Also machten alle ihre Schiffe seeklar, um die Insel zu verlassen. Nur die Liebe, deren Schiff gerade nicht seetauglich war, wollte bis zum letzten Augenblick warten. Sie hing sehr an der Insel.

Als das Eiland schon am Sinken war, bat die Liebe die anderen um Hilfe.

Der Reichtum schickte sich gerade an, auf einem sehr luxuriösen Schiff in See zu stechen, da fragte ihn die Liebe: „Reichtum, kannst du mich mitnehmen?“
„Nein, das geht nicht. Auf meinem Schiff habe ich sehr viel Gold, Silber und Edelsteine. Da ist kein Platz mehr für dich.“

Also fragte die Liebe den Stolz, der auf einem großen und schön gestalteten Schiff vorbeikam. „Stolz, bitte, kannst du mich mitnehmen?“
„Liebe, ich kann dich nicht mitnehmen“, antwortete der Stolz, „hier ist alles perfekt und du könntest mein schönes Schiff beschädigen.“

Als nächstes fragte die Liebe die Traurigkeit: „Traurigkeit, bitte nimm du mich mit.“
„Oh Liebe“, entgegnete die Traurigkeit, „ich bin so traurig, dass ich allein bleiben muss.“

Als die gute Laune losfuhr, war sie so zufrieden und ausgelassen, dass sie nicht einmal hörte, dass die Liebe sie rief.

Plötzlich aber rief eine Stimme: „Komm Liebe, du kannst mit mir mitfahren.“

Die Liebe war so dankbar und so glücklich, dass sie völlig vergaß, ihren Retter nach seinem Namen zu fragen.

Später fragte die Liebe das Wissen: „Wissen, kannst du mir vielleicht sagen, wer es war, der mir geholfen hat?“

„Ja sicher“, antwortete das Wissen, „das war die Zeit.“

„Die Zeit?“ fragte die Liebe erstaunt, „Warum hat mir denn ausgerechnet die Zeit geholfen?“

Und das Wissen antwortete: „Weil nur die Zeit versteht, wie wichtig die Liebe im Leben ist.“
 

Verfasser/in unbekannt


 

Die drei Siebe

Eines Tages erhielt der Philosoph Sokrates Besuch von einem Mann, der ihm unbedingt eine Neuigkeit mitteilen wollte.

"Höre, Sokrates", sagte dieser aufgeregt, "ich muss dir berichten, dass dein Freund..."


"Halt inne", unterbrach ihn der Philosoph.
"Hast du das, was du mir sagen willst, durch die drei Siebe gesiebt?"

"Die drei Siebe?" wiederholte der andere erstaunt.


"Ja, mein Lieber. Lass sehen, ob das, was du mir sagen willst, durch die drei Siebe hindurchgeht.
Das erste Sieb ist das Sieb der Wahrheit. Hast du das, was du mir erzählen willst, geprüft, ob es wahr ist?"

"Nein, nein, jemand anders hat mir davon erzählt, doch..."

"Na gut. Aber sicher hast du es mit dem zweiten Sieb geprüft. Das ist das Sieb der Güte. Wenn es schon nicht unbedingt wahr ist, was du mir erzählen möchtest, ist es wenigstens gut?"

Der andere zögerte. "Nein, eigentlich nicht. Im Gegenteil, es..."


"Nun", unterbrach ihn Sokrates ein weiteres Mal, "dann wollen wir noch das dritte Sieb nehmen und uns fragen ob es notwendig ist, mir das zu erzählen, was dich so aufzuregen scheint."


"Na ja, notwendig gerade nicht, aber..."


"Also", entgegnete Sokrates und lächelte, "wenn das, was du mir erzählen willst, weder wahr noch gut noch notwendig ist, so lass es lieber sein und belaste weder dich noch mich damit."


(Quelle unbekannt)


 

Das Geheimnis des Glücks
 

Einmal kam jemand zum persischen Weisen Nasrudin und stellte ihm folgende Frage: „Was ist das Geheimnis des Glücks?“

Nasrudin überlegte eine Weile und antwortete dann: „Das Geheimnis des Glücks ist ein gutes Urteilsvermögen.“

„Aha." sagte der Mann. „Und wie bekomme ich ein gutes Urteilsvermögen?“

„Durch Erfahrung.“

„Ja, ja", erwiderte der Mann „aber wie erlange ich Erfahrung?“

„Durch ein schlechtes Urteilsvermögen.“ war Nasrudins Antwort.

(gefunden auf: www.zeitzuleben.de)


 

Das Geheimnis der Zufriedenheit
 

Es kamen einmal ein paar Suchende zu einem alten Zenmeister.

„Meister", fragte einer von ihnen „was tust du, um glücklich und zufrieden zu sein? Ich wäre auch gerne so glücklich wie du."

Der Alte antwortete mit mildem Lächeln: „Wenn ich liege, dann liege ich. Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf. Wenn ich gehe, dann gehe ich und wenn ich esse, dann esse ich."

Die Fragenden schauten etwas betreten in die Runde. Einer platzte heraus: „Bitte, treibe keinen Spott mit uns. Was du sagst, tun wir auch. Wir schlafen, essen und gehen. Aber wir sind nicht glücklich. Was ist also dein Geheimnis?"

Es kam die gleiche Antwort: „Wenn ich liege, dann liege ich. Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf. Wenn ich gehe, dann gehe ich und wenn ich esse, dann esse ich."

Die Unruhe und den Unmut der Suchenden betrachtend, fügte der Meister nach einer Weile hinzu: „Sicher liegt auch Ihr und Ihr geht auch und Ihr esst. Aber während Ihr liegt, denkt Ihr schon ans Aufstehen. Während Ihr aufsteht, überlegt Ihr, wohin Ihr geht und während Ihr geht, fragt Ihr Euch, was Ihr essen werdet. So sind Eure Gedanken ständig woanders und nicht da, wo Ihr gerade seid. In dem Schnittpunkt zwischen Vergangenheit und Zukunft findet das eigentliche Leben statt. Lasst Euch auf diesen nicht messbaren Augenblick ganz ein und Ihr habt die Chance, wirklich glücklich und zufrieden zu sein."

nach einer zenbuddhistischen Parabel


 

Als ich mich selbst zu lieben begann

"Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit, zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin und dass alles, was geschieht, richtig ist - von da an konnte ich ruhig sein. Heute weiß ich: Das nennt man "Vertrauen".


Als ich mich selbst zu lieben begann, konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid nur Warnungen für mich sind, gegen meine eigene Wahrheit zu leben. Heute weiß ich: Das nennt man "authentisch sein".


Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, mich nach einem anderen Leben zu sehnen und konnte sehen, dass alles um mich herum eine Aufforderung zum Wachsen war. Heute weiß ich, das nennt man "Reife".


Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben, und ich habe aufgehört, weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen. Heute mache ich nur das, was mir Spaß und Freude macht, was ich liebe und was mein Herz zum Lachen bringt, auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo. Heute weiß ich, das nennt man "Ehrlichkeit".


Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich war, von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen und von Allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst. Anfangs nannte ich das "Gesunden Egoismus", aber heute weiß ich, das ist "Selbstliebe".

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, immer recht haben zu wollen, so habe ich mich weniger geirrt. Heute habe ich erkannt: das nennt man "Demut".


Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich mich geweigert, weiter in der Vergangenheit zu leben und mich um meine Zukunft zu sorgen. Jetzt lebe ich nur noch in diesem Augenblick, wo ALLES stattfindet, so lebe ich heute jeden Tag und nenne es "Bewusstheit".


Als ich mich zu lieben begann, da erkannte ich, dass mich mein Denken armselig und krank machen kann. Als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte, bekam der Verstand einen wichtigen Partner. Diese Verbindung nenne ich heute "Herzensweisheit".



Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen, Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen fürchten, denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander und es entstehen neue Welten. Heute weiß ich: "Das ist das Leben"!


Rede von Charlie Chaplin anlässlich seines 70sten Geburtstag am 16. April 1959.


 

Der Junge und der Welpe

 

Seit seinem fünften Lebensjahr, war alles, was der Junge zu seinem Geburtstag wollte, ein Hundewelpen. Jedes Jahr aber meinten die Eltern immer dasselbe: „Du bist noch zu jung. Du kannst dich noch nicht um einen Hund kümmern. Wenn du 8 bist, bekommst du einen“.

Sobald der 8. Geburtstag gekommen war gingen  Mama, Papa und das Geburtstagskind zu einem Tierheim. Die Eltern sagen: „Du kannst jeden beliebigen Welpen haben den du willst, egal ob groß, klein, schwarz, weiß, haarig oder glatt.“ Er geht von Zwinger zu Zwinger und sieht in jedem 4 oder 5 wunderschöne graue haarige Knäuel.

Zum Schluß entdeckt er einen Welpen der ganz allein in einem Zwinger liegt.

Der Junge fragt seine Eltern: „Wieso ist der hier ganz alleine? Wie kommt es, dass der Kleine ganz alleine ist und nicht zusammen mit den Anderen?“

Der Mitarbeiter sagt: „Oh, das ist eine traurige Geschichte – der Welpe wurde mit einer schwachen Hüfte und einem verletzten Bein geboren. Wir werden ihn wohl einschläfern müssen.“

Der Junge fragt: „Einschläfern? Wieso?“

„Nun, es klingt hart, aber die Wahrheit ist, dass ihn keiner mitnehmen wird. Er wird niemals in der Lage sein, zu rennen und mit einem Jungen wie dir zu spielen“, meinte der Herr. „Würde es ihm weh tun, wenn ich ihn hoch nehme?“, fragte der Junge. Der Mann meinte: „Nein, mach nur. Kein Problem“

Der Junge nahm das Hündchen hoch und kraulte ihn am Kopf und verliebte sich dabei in den kleinen Racker. „Mama, Papa, ich möchte diesen hier haben!“, sagte er voll Begeisterung zu seinen Eltern.

Der Mitarbeiter hörte es und sagte: „Wenn Sie diesen Welpen nehmen, werden sie viel Geld für Operationen brauchen und es gibt  keine Garantie, dass er wieder gesund wird.“ „Nun, wir haben ihm unser Wort gegeben. Wir sagten, er kann sich den aussuchen, den er möchte. Und er möchte diesen hier“, meinten die Eltern verständnisvoll.

Sie nahmen dann den Hund und der Mitarbeiter fragte beim Abschied noch den Jungen: “Entschuldige. Ich will nicht neugierig sein, aber warum wolltest du ausgerechnet diesen Hund, wenn du doch all die anderen Gesunden hättest haben können? Der Junge gibt der Mutter den Welpen, bückt sich, schiebt sein rechtes Hosenbein hoch und zeigt dem Mann die Stützklammer an seinem rechten Bein.

Anschließend sieht er den Mann in die Augen und sagt: „Ich möchte diesen Welpen, weil ich verstehen kann, was er durchmacht.“

 

Das ist Empathie.

 

Zu fühlen, was eine andere Person fühlt – sich in ihre Perspektive zu versetzen um zu verstehen was sie bewegt und was sie fühlt.

 

Alles andere wäre nur Mitleid, doch Empathie baut echte Beziehungen auf!


 

Wer weiß ... ?

 

Ein alter Mann lebte zusammen mit seinem einzigen Sohn auf einer kleinen Farm. Sie besaßen nur ein Pferd, mit dem sie die Felder bestellen konnten und kamen gerade so über die Runden.

Eines Tages lief das Pferd davon.

 

Die Leute im Dorf kamen zu dem alten Mann und riefen "Oh, was für ein schreckliches Unglück!"

 

Der alte Mann erwiderte aber mit ruhiger Stimme: "Wer weiß…, wer weiß schon, wozu es gut ist?"

 

Eine Woche später kam das Pferd zurück und führte eine ganze Herde wunderschöner Wildpferde mit auf die Koppel.

Wieder kamen die Leute aus dem Dorf: "Was für ein unglaubliches Glück!"

Doch der alte Mann sagte wieder: "Wer weiß…, wer weiß schon, wozu es gut ist?"

 

In der nächsten Woche machte sich der Sohn daran, eines der wilden Pferde einzureiten. Er wurde aber abgeworfen und brach sich ein Bein. Nun musste der alte Mann die Feldarbeit allein bewältigen.

Und die Leute aus dem Dorf sagten zu ihm: "Was für ein schlimmes Unglück!"

 

Die Antwort des alten Mannes war wieder: "Wer weiß…, wer weiß schon, wozu es gut ist?"

 

In den nächsten Tagen brach ein Krieg mit dem Nachbarland aus. Die Soldaten der Armee kamen in das Dorf, um alle kriegsfähigen Männer einzuziehen. Alle jungen Männer des Dorfes mussten an die Front und viele von ihnen starben.

Der Sohn des alten Mannes aber konnte mit seinem gebrochenen Bein zu Hause bleiben.

 

"Wer weiß…, wer weiß, wozu es gut ist?"

 

Verfasser unbekannt


 

Die Todesliste des Bären

 

Große Aufregung im Wald! Es geht das Gerücht um, der Bär habe eine Todesliste.

 

Alle fragen sich, wer denn nun da draufsteht. Als Erster nimmt der Hirsch allen Mut zusammen und geht zum Bären und fragt ihn:

 

„Entschuldige Bär, eine Frage: Steh ich auch auf deiner Liste?“

 

„Ja“, sagt der Bär, „du stehst auch auf meiner Liste.“

 

Voller Angst dreht sich der Hirsch um und läuft weg. Und tatsächlich, nach zwei Tagen wird der Hirsch tot aufgefunden.

 

Die Angst bei den Waldbewohnern steigt immer mehr und die Gerüchteküche auf die Frage, wer denn nun auf der Liste steht, brodelt.

 

Das Wildschwein ist das nächste Tier, dem der Geduldsfaden reißt und darauf den Bären aufsucht, um ihn zu fragen, ob es auch auf der Liste stehen würde.

 

„Ja, auch du stehst auf meiner Liste“, antwortet der Bär.

 

Verschreckt verabschiedet sich das Wildschwein vom Bären. Auch das Wildschwein fand man nach zwei Tagen tot auf.

 

Nun bricht Panik bei den Waldbewohnern aus. Nur das Häschen traut sich noch zum Bären.

 

„Hey Bär, steh ich auch auf deiner Liste?“

 

„Ja, auch du stehst auf meiner Liste!“

 

„Kannst du mich da streichen?“

 

„Ja klar, kein Problem!”

 

Autor unbekannt

 

Und was können wir vom Häschen lernen?

Es ist nicht nur wichtig, dass man Fragen stellt, sondern dass man die richtigen Fragen stellt und das im passenden Moment.  :-)


 

Ein Affen - Experiment

 

Nehmen Sie einen Käfig mit fünf Affen.

 

Hängen Sie in dem Käfig eine Banane an einer Schnur auf, und stellen Sie eine Leiter darunter.

Es wird nicht lange dauern, bis ein Affe sich der Leiter nähern und hochsteigen wird, um an die Banane zu gelangen. Sobald der Affe die Leiter berührt, besprühen Sie alle Affen mit sehr kaltem Wasser.

 

Nach einer Weile wird ein anderer Affe einen Versuch starten. Das Ergebnis ist das Gleiche: 

Alle Affen werden mit sehr kaltem Wasser besprüht.

 

Hören Sie nun auf, kaltes Wasser zu sprühen.

Wenn später noch ein Affe versucht, die Leiter hoch zusteigen, werden die anderen Affen versuchen, ihn daran zu hindern, obwohl gar kein Wasser mehr versprüht wird.

 

Nehmen Sie nun einen Affen aus dem Käfig heraus und setzen Sie einen neuen hinein.

Der neue Affe erblickt die Banane und wird auf die Leiter klettern wollen.

 

Er ist völlig entsetzt, dass die anderen Affen ihn daran hindern wollen.

 

Nach einem weiteren Versuch und einer weiteren Verhinderung der Aktion durch die  anderen weiß der neue Affe, dass er angegriffen wird, wenn er versucht, auf die Leiter zu klettern.

 

Nehmen Sie als Nächstes noch einen der ursprünglichen Affen aus dem Käfig heraus und setzen Sie wiederum einen neuen hinein.

Der neue Affe geht zur Leiter und wird angegriffen.

Der erste neue Affe macht bei dieser Attacke begeistert mit.

 

Nehmen Sie nochmals einen der ursprünglichen Affen aus dem Käfig heraus und setzen Sie noch einen neuen hinein. Der neue Affe geht ebenfalls zur Leiter und wird angegriffen.

 

Zwei der vier Affen, die auf ihn losgehen, wissen überhaupt nicht, warum sie die Leiter nicht hochklettern durften bzw. warum sie beim Angriff auf den neuen Affen mitmachen.

 

Nachdem auch der vierte und fünfte Affe der ursprünglichen Besetzung durch Neulinge ersetzt wurden, befindet sich keiner der mit kaltem Wasser besprühten Affen mehr im Käfig.

Dennoch nähert sich kein einziger Affe mehr der Leiter.

 

Und warum nicht?

 

“Weil man das hier noch nie anders gemacht hat.”

 

Kommt Ihnen das bekannt vor?

Haben Sie auch keine Lust mehr, Ihr Leben immer auf die gleiche Art und Weise zu führen – mit immer den gleichen Ergebnissen?

Dann ändern Sie es!

Jetzt!

Sofort!

Unser WYSIWYG-Seminar gibt Ihnen Aufschluss und neue Perspektiven!

 

Wenn Sie das tun, was Sie bisher getan haben, dann werden Sie auch nur das erreichen, was Sie bisher erreicht haben.


 

 

Vergeben können

 

Zwei Freunde wanderten durch die Wüste. Irgendwann auf ihrer Reise fingen die zwei Freunde an zu streiten und vor lauter Ärger gab der eine Freund dem anderen eine Ohrfeige.

Der Freund, von der Ohrfeige zutiefst verletzt, sagte nichts dazu und schrieb nur in den Sand: „Heute hat mir mein Freund eine Ohrfeige gegeben“ …

Sie gingen weiter, bis sie schließlich zu einer Oase kamen, in der sie baden wollten. Der zuvor schon Geohrfeigte wäre dabei fast ertrunken, hätte sein Freund ihn nicht gerettet.

Als er sich schließlich wieder erholt hatte, gravierte er in einen Stein: „Heute hat mir mein Freund das Leben gerettet.“

Der andere wunderte sich und fragte: „Warum hast du in den Sand geschrieben, als ich dich geschlagen habe, und nun schreibst du auf einen Stein?“

Der Freund lächelte und antwortete: „Wenn ein Freund uns verletzt, sollten wir es in den Sand schreiben, wo der Wind der Vergebung es wieder auslöschen kann. Aber wenn uns etwas wirklich Schönes widerfährt, dann sollten wir es in einen Stein gravieren, in die Erinnerung des Herzens, von wo es nicht mehr verschwinden kann.“

Lerne, in den Sand zu schreiben und dem Wind der Vergebung die Chance zu geben, Enttäuschungen und Verletzungen wieder vergessen zu machen.

(Verfasser unbekannt)

 

Kommt Ihnen das bekannt vor?

Haben Sie auch keine Lust mehr, Ihr Leben immer auf die gleiche Art und Weise zu führen – mit immer den gleichen Ergebnissen?

Dann ändern Sie es!

Jetzt!

Sofort!

Unser WYSIWYG-Seminar gibt Ihnen Aufschluss und neue Perspektiven!

 

Wenn Sie das tun, was Sie bisher getan haben, dann werden Sie auch nur das erreichen, was Sie bisher erreicht haben.